Fahrzeugversicherung

Man unterscheidet die Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko) und die Fahrzeugteilversichrung (Teilkasko).
Versicherungsumfang der Vollkaskoversicherung: (Schäden durch Unfall (Kollision) soweit mut- und böswillige Beschädigung durch Dritte (Vandalismus). Die Vollkaskoversicherung beinhaltet zusätzlich den Versicherungsumfang der TeilkaskoV. Diese leistet für Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Kurzschluss, Einbruchdiebstahl, Totaldiebstahl (Entwendung), Sturm, Hagel, Überschwemmung, Zusammenstoß mit Haarwild sowie Glasbruch.
Die Tarifierung erfolgt nach Typklassen (d.h. entsprechend des Schadenbedarfs d. jeweiligen Fahrzeugtyps, aufgeführt im Typenklassenverzeichnis) und nach regionalen Aspekten (Regionalklassen).
Für die Vollkaskoversicherung gilt eine Staffelung der Prämie, d.h., je länger der Vertrag schadenfrei ist, desto geringer wird der Beitragssatz. Während ein Vollkaskoschaden regelmäßig zur Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse führt (Ausnahme: siehe Rabattretter), bleibt ein Teilkaskoschaden ohne Auswirkung auf den Beitragssatz.
Für die Fahrzeugversicherung können Selbstbeteiligungen vereinbart werden, um die zu entrichtende Prämie zu senken. Ferner werden diverse Rabattmöglichkeiten angeboten, durch Vereinbarung von Garagenklausel, Wenigfahrerklausel, Nutzung des Fahrzeuges nur durch bestimmte Personen (Nutzungsklausel) etc., wobei falsche Angaben bzw. Verletzungen der Bestimmungen zu Prämienzuschlägen oder ggf. auch Verlust des Versicherungsschutzes führen können.

Kraftfahrthaftpflichtversicherung

Durch das PflVersG vorgeschriebene Pflichtversicherung für Halter von Kraftfahrzeugen u. Anhänger, die im wesentlichen zwei Aufgaben hat:

1. die Befriedigung berechtigter Ansprüche und

2. die Abwehr unberechtigter Ansprüche, die an den Fahrzeughalter gestellt werden, wenn Dritte durch den Gebrauch des Kraftfahrzeuges geschädigt werden. Dabei kann es sich um Personen-, Sach- oder Vermögenschäden handeln.

Die Versicherungspflicht dient v.a. dem geschädigten Dritten. Dieser hat einerseits einen Direktanspruch gegen den VR, zum anderen entsteht bei bestimmten Unfällen - v.a. bei Fahrerflucht oder bei unversicherten Fahrzeugen, ein Anspruch gegenüber dem Entschädigungsfonds. Deckungssummen: Der Halter hat konkret vorgegebene Mindestdeckungssummen zu versichern, jedoch ist die Prämie für die "unbegrenzten Deckung" ist bei Personenschäden meist auf 7,5 Mio. € oder 6 Mio. € pro Person beschränkt.

Um ein Fahrzeug beim Straßenverkehrsamt zulassen zu können, wird dem Halter eine Versicherungsbestätigung (Doppelkarte) ausgehändigt. Ihm wird dadurch vorläufiger Versicherungsschutz gewährt, für genau angegebene Fahrten (z.B. direkter Weg zur Zulassungsstelle) auch ohne Kennzeichen.

Die Tarifierung erfolgt entsprechend der Fahrzeugart (Pkw, Lkw, Motorräder) entweder nach der Motorstärke oder - insbesondere bei Pkw - nach Typklassen (schadenbedarf eines ganz bestimmten Fahrzeugtyps). Desweiteren werden regionale Aspekte (Regionalklasse) sowie Berufsgruppen (Beamte, Landwirtschaft) mit in die Tarifierung einbezogen. Für unfallfreies Fahren werden Schadenfreiheitsrabatte gewährt.

Kraftfahrtversicherung

Umfasst die KraftfahrthaftpflichtV (KH), die Fahrzeugversicherung oder KaskoV (FahrzeugvollV und FahrzeugteilV) sowie die KraftfahrtunfallV (gehört jedoch grundsätzlich zur Unfallversicherung). Rechtsgrundlage bilden die AKB.